Sprich nur ein Wort in diese Hände,
ein Wort, das ich nicht kenne –
noch nicht kenne – doch ersehne,
als Grund und Halt für meine Seele.

Ich halt dir meine Hände hin,
erwarte weder Gabe noch Gewinn,
bin bereit, mit anzufassen,
bin bereit, auch loszulassen.

Sprich nur ein Wort, meine Pläne umzuwerfen
oder den Halt zu geben, dessen sie bedürfen,
ein Wort, das das Vertrauen in mich pflanzt,
dass du mein Leben wirklich tragen kannst.

In dem Lärm der lauten Zeit,
der Stille meiner Einsamkeit,
brauch ich ein Wort, das nicht verklingt,
beständig ist, mir Trost und Freude bringt.
Sprich nur ein Wort ohne jede Sprache:
Ein »Ja!«; ein »Komm!«; ein »Geh!«, ein »Lache!«;
ein Wort, das deinen Namen in sich trägt
und zwischen dir und mir die Brücke schlägt.

Besser noch: ein Wort, das du selber bist.
Ein Wort, das zeigt, wie sehr du mich liebst.
Meine Hände sind leer. Leg es hinein!
Ich will mit Händen ein Hörender sein!

Sprich nur ein Wort, dann wird meine Seele gesunden.
Tatsächlich hab ich dein Wort in meinen Händen gefunden:
klein, unscheinbar, zu Brot geworden, gebrochen, geteilt,
Jesus, dein Wort, das bei mir bleibt, mich rettet und heilt.

 





Gerhard Pöpperl, Regensburg