„Habt keine Angst!“


Andacht mit eucharistischer

Anbetung

 

 

Liturgische Eröffnung

Im Namen des Vaters und des Sohnes…

 

Eingangslied

GL 456,1–3

 

Begrüßung / Einführung

 

Liebe Brüder und Schwestern,

wir sind zusammen gekommen, um für unsere Kirche zu beten, die Menschen braucht, die sich in ihren Dienst stellen. Über unserer Gebetszeit steht das diesjährige Leitwort der Berufungspastoral: Habt keine Angst! Angst ist – ebenso wie die Freude – ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Existenz. Sie ist ein Grundgefühl, das sich besonders in bedrohlichen Situationen bemerkbar macht. Wir alle kennen Ängste unterschiedlichster Art. Angst kann man nicht einfach abschütteln.
Angst hatten auch die Jünger. Sie waren mit Jesus im Boot auf dem See. Ein heftiger Wirbelsturm zog auf. Und Jesus schlief. Sie weckten ihn und warfen ihm vor, dass es ihn wohl gar nicht störe, dass sie zugrunde gingen. Jesus sorgte für Ruhe und fragte die Jünger: Warum habt ihr Angst? Habt ihr noch keinen Glauben? Hilft der Glaube an Jesus Christus, die Angst zu überwinden? Nehmen wir diese Frage mit hinein in die Anbetungszeit, in der wir vor allem für diejenigen beten, die Gott in die engere Nachfolge seines Sohnes ruft. Bitten wir, dass sie die Ängste, diesem Ruf zu folgen, überwinden und in eine tiefe Freundschaft mit Jesus hineinwachsen.
Bitten wir auch für uns selbst, dass wir in den Stürmen unseres Lebens fest auf Jesus Christus vertrauen.

 

Gebet - GL 9,1

Herr, unser Gott!

Wenn wir Angst haben,

dann lass uns nicht verzweifeln!

Wenn wir enttäuscht sind,

dann lass uns nicht bitter werden!

Wenn wir gefallen sind,

dann lass uns nicht liegen bleiben!

Wenn es mit unserem Verstehen

und unseren Kräften zu Ende ist,

dann lass uns nicht umkommen!

Nein, dann lass uns deine Nähe und Liebe spüren!

 

Lied zur Aussetzung

GL 143,1+3 - Mein ganzes Herz erhebet dich

 

Lobpreis - GL 674,2

 

V             Gelobt und gepriesen sei ohne End

A             Jesus Christus im allerheiligsten Sakrament.

 

V             Herr Jesus Christus,

                verborgen im Sakrament der Eucharistie bist du unter uns gegenwärtig.

                Du bist das Brot, das uns nährt.

                Du bist die Quelle des Lebens, die nie versiegt.

                Wir loben dich, wir preisen dich.

 

Liedvers: Preis sei dir, o Herr, Preis sei dir!

Oder Antwort für alle: Wir loben dich, wir preisen dich!

 

V             Herr Jesus Christus,

                du warst beim Sturm auf dem See bei

                deinen Jüngern.

                Du bist auch auf den stürmischen Wegen

                unseres Lebens bei uns.

                Du bist uns nahe in Angst und Gefahr.

                Wir loben dich, wir preisen dich.

 

Liedvers: Preis sei dir, o Herr, Preis sei dir!

 

V             Herr Jesus Christus,

                du bist der Sohn Gottes und vom Vater mit

                Vollmacht ausgestattet.

                Du hast die frohe Botschaft vom Reich verkündet.

                Du bist die Liebe, die uns umfängt und die alles überwindet.

                Wir loben dich, wir preisen dich.

 

Liedvers: Preis sei dir, o Herr, Preis sei dir!

 

V             Herr Jesus Christus,

                du hast uns berufen, vor dir zu stehen und deine Schwestern und Brüder zu sein.

                Du hast Menschen berufen und ihnen aufgetragen,  dein Wort und deine Gegenwart zu bezeugen.

                Du rufst auch heute Menschen, dir nachzufolgen.

                Wir loben dich, wir preisen dich.

 

Liedvers: Preis sei dir, o Herr, Preis sei dir!

Es können weitere Anrufungen selbst formuliert werden

Impuls (aus: „Kommt, wir beten an.“Gebete und Texte zur Verehrung der Eucharistie. Hrsg. von der Kommission für Liturgie der Diözese Augsburg. Augsburg 1997.)

 

zur Einstimmung auf eine Zeit der stillen Anbetung

(meditativ vortragen)

 

Jesus, im heiligsten Sakrament,

du lädst mich ein:

Komm! ruh dich aus.

Entspanne dich.

Lass dich los!

Lass deine Sorgen los,

deine Ängste los,

deine Pläne los.

Bei mir musst du nichts leisten,

nur da sein und still sein und schweigen. –

Dann wirst du hören,

die Stille hören,

mich hören:

Ich liebe dich.

Ich umfange dich.

Ich berge dich.

Ich halte dich fest in meiner Hand.

Mein bist du!

 

Gebet

Jesus hat uns eingeladen, bei ihm in Stille zu verweilen.

Er ist für uns da, jetzt in dieser Stunde.

Er ist für uns da in den Stürmen unseres Lebens.

Er hält uns fest in seiner Hand.

 

Stille Anbetung ca. 10–15 Minuten

 

Lied

Die Stille beenden mit dem Liedruf: Preis sei dir, o Herr…

 

Gebet

GL 677,3

 

Lied

GL 414,1+2 - Herr, unser Herr, wie bist du zugegen

 

Gebet - GL 21,3

Um geistliche Berufe

 

Lied

GL 365 – Meine Hoffnung und meine Freude

 

Fürbitten

Jesus, lebendiges Wort, du hast die Jünger gerufen, dir zu folgen und das Evangelium zu verkünden.

Stärke deine Kirche durch Menschen, die im Dienst der Verkündigung stehen und mit ganzem Herzen in der Gemeinde, in der Schule und in der Familie den Glauben bezeugen.

 

R Herr Jesus Christus.– Wir bitten dich, erhöre uns.

 

Jesus, Brot, von dem wir leben, du hast die Eucharistie gestiftet als Bund der Einheit untereinander und als Zeichen deiner Gegenwart in unserer Welt.

Gib deiner Kirche Priester, die dir ihr Herz schenken, damit die Einheit deines Volkes in der Feier der Eucharistie gestärkt wird und wir in den Sakramenten deine Güte und Barmherzigkeit erfahren. R

 

Jesus, Freund der Armen, du hast dich all derer angenommen, die in den Augen der Welt verachtet und ausgegrenzt waren.

Schenke deiner Kirche Menschen, deren Herz für all jene schlägt, die der Hilfe bedürfen; die in caritativen Diensten oder als Diakone den Notleidenden beistehen. R

 

Jesus, Abbild des Vaters, du bist in die Stille gegangen, um im Gebet ganz bei deinem Vater zu sein.

Klopfe an die Herzen vieler Menschen und bestärke sie in ihrer Entscheidung für die Nachfolge in einem Orden oder in der Vielfalt des geweihten Lebens. R

 

Jesus, Sohn des lebendigen Gottes, du hast uns den Heiligen Geist gesandt, der uns Mut macht, aus dem Glauben heraus die Welt zu gestalten.

Erwecke deine Kirche zu neuem Leben und lass alle, die in Taufe und Firmung deinen Geist empfangen haben, von ganzem Herzen dir und den Menschen dienen. R

 

Herr Jesus Christus, du hast uns dein Herz geschenkt und weit geöffnet. Bilde unser Herz nach deinem Herzen, damit wir deine menschenfreundliche Liebe verkünden. Amen.

 

Abschluss der Anbetung

GL 489,1–3 – Lasset uns loben

Während des Liedes wird das Allerheiligste in den
Tabernakel zurückgestellt.

 

Segensgebet („Fürchte dich nicht“, Paul Weismantel, aus: „Beten“, s.o, S. 64)

Fürchte dich nicht, dein Gott, der dich erwählt und beim Namen gerufen hat, gibt dir Zukunft und Hoffnung!

 

Fürchte dich nicht, dein Weg, den du gehst und den dein Gott mit dir geht, ist gesegnet für eine gute Zukunft.

 

Fürchte dich nicht, dein Gott, der für dich da ist, für immer, er wird gut für dich sorgen. Vertrau auf ihn und verlass dich auf ihn!

 

Und so segne uns der gute und der treue Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

 

Abschließender Lobpreis

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie es war im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

 

Sakramentaler Segen (Wenn ein Priester oder Diakon anwesend ist)

 

Lied

GL 496,1+2 - Tantum ergo sacramentum

 

Marienlob

GL 523,1–3 - O Maria, sei gegrüßt