31. August

Donnerstag der 21. Woche im Jahreskreis

Eucharistiefeier

 

 

Intention: Diakone

 

Leitwort

Der Herr lasse euch wachsen und reich werden in der Liebe zueinander.(vgl. 1 Thess 3,12)

 

 

Einführung

„Der Herr lasse euch wachsen und reich werden in der Liebe zueinander“.  Dieses Wort aus dem 1. Thessalonicherbrief spricht uns der Völkerapostel Paulus am heutigen Gebetstag um geistliche Berufungen zu, an dem wir in besonderer Weise für alle Diakone beten sowie für jene, die sich auf kirchliche Berufe vorbereiten.  In gleicher Weise wie die unter Verfolgung leidende Gemeinde von Thessaloniki sind wir heute zwar nicht bedroht, doch auch heute bedarf es Mut, um in Kirche und Welt den Glauben zu bekennen und durch tätige Nächstenliebe zu bezeugen. Wenn wir heute für alle im diakonalen Dienst beten, dann tun wir dies in dem Bewusstsein, dass darin eine Grunddimension der Kirche deutlich wird: Dienerin und Diener am Nächsten zu sein. Denn „eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts“, wie es einmal Bischof Jacques Gaillot formulierte. Begrüßen wir unseren Herrn im Kyrie, der gekommen ist, nicht um bedient zu werden, sondern um zu dienen.

 

Kyrie

Herr Jesus Christus,

der Kraft deiner Liebe zu uns wollen wir vertrauen.

Du öffnest den Blick auf unsere Mitmenschen.

Du bist überall, wo Menschen einander Gutes tun.

 

Tagesgebet MB 10

Allmächtiger und barmherziger Gott,

deine Weisheit allein zeigt uns den rechten Weg.

Lass nicht zu,

dass irdische Aufgaben und Sorgen uns hindern,

deinem Sohn entgegenzugehen.

Führe uns durch dein Wort und deine Gnade

zur Gemeinschaft mit ihm,

der in der Einheit des Heiligen Geistes

mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

 

Lesung

1 Thess 3, 7–13

 

Evangelium

Mt 24, 42–51

 

Fürbitten

Unser Herr Jesus Christus sieht auf uns, und seine Liebe zu uns will unsere Gemeinschaft untereinander wachsen lassen.  Ihn bitten wir:

Stärke alle, die deine Botschaft vom Reich Gottes mit großem Einsatz verkünden, wenn sie den Eindruck haben, dass ihr Bemühen keine Frucht bringt. Lass sie ihren Dienst im Vertrauen auf dein Mitgehen weiterhin in Treue leisten.

R Allmächtiger Gott – Wir bitten dich, erhöre uns.

Sei den Diakonen nahe, die in deinem Namen das Evangelium verkünden. Lass sie frohe Zeugnisgeber deiner Botschaft sein und Menschen durch ihr Beispiel dafür begeistern, diesen Beruf zu ergreifen. R

Gib allen, die sich auf den Weg deiner Nachfolge als Priester gemacht haben, täglich die Kraft, Seelsorger für die ihnen anvertrauten Menschen zu sein, und lass sie Freude haben an ihrem Dienst. R

Schenke Familien das Erleben, dass sie deiner Botschaft vertrauen und daraus leben können. Stärke die Eltern darin, dass sie ihren Kindern den christlichen Glauben vorleben und so geistliche Berufe wachsen können und gefördert werden. R

Begleite alle Christen, die ihren Glauben nicht frei ausüben können, und jene, die unter Krieg und Terror leiden. Gib ihnen die Zuversicht, dass deine Liebe alle Not und Gewalt überwinden will. R

Nimm all unsere Verstorbenen, die dir vertraut und in ihrem Leben auf dich gehofft haben, auf in dein Reich. R

Jesus Christus, du hast dich uns ganz geschenkt. Dir sei die Ehre, heute und bis in Ewigkeit.

 

Gesänge

 

Zum Einzug

GL 142 – Zu dir, o Gott, erheben wir

Antwortpsalm

GL 651,5 – Verse laut  Lektionar

Halleluja

GL 174,5– Vers laut  Lektionar

Zur Gabenbereitung

GL 146 – Du rufst uns, Herr, an deinen Tisch

Sanctus

GL 127

Agnus Die

GL 136

Zum Dank

GL 385 – Nun saget Dank

nach dem Segen

GL 523 – O Maria, sei gegrüßt

 

 

 

 

Vesper

 

 

Leitwort

Der Herr lasse euch wachsen und reich werden in der Liebe zueinander. (Vgl. 1 Thess 3,12)

 

Liturgische Eröffnung

GL 627,1 – O Gott, komm mir zu Hilfe

 

Hymnus

GL 144, 1–3+5 – Nun jauchzt dem Herren, alle Welt

 

Psalm

Psalm 113 – GL 62

2. Psalm

Psalm 146 – GL 77

 

Canticum

GL 651,7–8

 

Lesung

1 Thess 3,7–13

 

Responsorium

GL 630,4

 

Impuls
Vielleicht kennen Sie das: Sie gehen, möglicherweise ein wenig gehetzt, durch eine dicht gedrängte Innenstadt – in Gedanken: den nächsten Einkauf, den anstehenden Arzttermin, eine Begegnung, die Sie noch beschäftigt oder Ähnliches. Und dann stoßen Sie zufällig mit jemandem zusammen. Sie werden aus Ihren Gedanken gerissen und haben kurz Blickkontakt mit einem fremden Menschen. Und dann fällt dieser Satz: „Entschuldigung, ich habe Sie gar nicht wahrgenommen.“

Wer kann einem das im Gedränge einer Innenstadt verübeln. Dieser Satz geht beim Zusammenstoß leicht über die Lippen. Ehrlicherweise müsste er im alltäglichen zwischenmenschlichen Zusammenleben aber hunderte Male fallen: Nehme ich die Menschen in meinem Umfeld eigentlich wahr? Was weiß ich wirklich von ihnen? Schaue ich weg oder spreche ich sie beherzt an? Drehe ich mich um oder wende ich mich den anderen zu? Lebe ich für mich oder wachse ich mit anderen in der „Liebe zueinander“, wie wir es von Paulus in der Lesung gehört haben.

Wir alle haben Verantwortung für andere. Im Besonderen ist sie den Diakonen aufgetragen: Sie sind Menschen, die andere „wahrnehmen“, die auf der Spur nach den Bedürfnissen der Menschen in ihrem Umfeld sind und darauf in tätiger Nächstenliebe und im Gebet antworten.
Wenn wir heute den Herrn um Berufungen zum Diakonenamt und um Beistand für die im diakonischen Dienst Stehenden bitten, dürfen wir auch für uns und unsere eigene Wahrnehmungsfähigkeit bitten –
darum, dass wir in Liebe zueinander wachsen und den anderen nicht erst beim unbedachten Zusammenstoß bemerken.

 

Magnifikat

GL 631,3–4

 

Fürbitten

Guter Gott, die Welt und die Menschen brauchen dich.  Viele wollen wir dir heute im Gebet anempfehlen.

Für Papst Franziskus, unseren Hirten.

R  Guter Gott. – Lass uns in Liebe gemeinsam wachsen.

Für Priester und Ordensleute als Mittler deiner Gnade. R

Für Diakone, die die Sorgen und Nöte anderer wahrnehmen. R

Für Jugendliche auf dem Weg der Nachfolge. R

Für Bedürftige, die Teilhabe am Leben suchen. R

 

Vaterunser

Guter Gott, lass uns in Liebe gemeinsam wachsen, wenn wir nun vereint beten: Vater unser...

 

Oration MB 10

Allmächtiger und barmherziger Gott,

deine Weisheit allein zeigt uns den rechten Weg.

Lass nicht zu,

dass irdische Aufgaben und Sorgen uns hindern,

deinem Sohn entgegenzugehen.

Führe uns durch dein Wort und deine Gnade

zur Gemeinschaft mit ihm,

der in der Einheit des Heiligen Geistes

mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

oder GL 632,3

 

Segensbitte

GL 632,4

 

Nach dem Segen

GL 666,4 – Salve Regina

 

 

 

Johannes Schäfers, Paderborn