31. Januar 2019

Heiliger Johannes Bosco, Priester, Ordensgründer



Eucharistiefeier

 

Intention: Familien

 

Leitwort

Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf. (Mt 18,5)

 

Einführung

„Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen.“ – Das ist wohl das bekannteste Zitat des heiligen Johannes Bosco, dessen Gedenktag wir heute begehen. In seiner Person hat Don Bosco vieles von dem vereint, worauf uns die heutigen Lesungen hinweisen. Er hat sich um die vernachlässigten Jugendlichen auf den Straßen Turins gekümmert und sie um sich geschart. Er hat vielen Jungen ein Zuhause, eine Familie gegeben und ihnen den Weg zum Himmel gewiesen. All dies tat er mit einer großen Fröhlichkeit und in dem Vertrauen, dass Gott für „seine“ Jugendlichen sorgen wird.

Das Vorbild Don Boscos zeigt uns, wie wertvoll es ist, dem Auftrag Jesu zu folgen und sich für Kinder und Jugendliche einzusetzen. So wollen wir diesen Gottesdienst am monatlichen Gebetstag um geistliche Berufungen bewusst zum Anlass nehmen, um auch für die christlichen Familien zu beten, damit sie für die Kinder ein Ort der Liebe und eine Heimat im Glauben sein können.

 

Kyrie

Herr Jesus Christus,

du lässt die Kinder zu dir kommen.

Du sendest uns zu den Schwachen und Bedürftigen.

Du rufst uns in deine Nachfolge.

 

Tagesgebet (MB 618)

Gott, du Quell der Freude,

du hast den heiligen Johannes Bosco berufen,

der Jugend ein Vater und Lehrer zu sein.

Gib auch uns die Liebe, die ihn erfüllt hat,

damit wir fähig werden,

Menschen für dich zu gewinnen

und dir allein zu dienen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Lesung

Phil 4,4-9

 

Evangelium

Mt 18,1-5

 

Fürbitten

Im Gebet wenden wir uns voll Vertrauen an Christus, der der Grund unserer Freude ist:

 

Schenke uns Priester und Ordensleute, die Zeugnis davon geben, dass das Leben in deiner Nachfolge mit Freude erfüllt.

 

R Herr Jesus Christus, du Grund unserer Freude. – Wir bitten dich, erhöre uns.

 

Schenke uns Familien, in denen das Fundament für einen lebendigen Glauben gelegt wird und in denen die Kinder eine echte Beziehung zu Jesus aufbauen können. R

 

Schenke den Familien, in denen Unfrieden und Zerwürfnis herrscht, einen neuen gemeinsamen Anfang und lass sie Einheit finden in dir. R

 

Schenke jungen Menschen auch heute den Mut, alles zu verlassen und sich vertrauensvoll in deinen Dienst zu stellen. R

 

Herr Jesus Christus, du bist die Freude unseres Lebens. Dich loben und preisen wir in Ewigkeit.

 

Gesänge

 

Zum Einzug

GL 144,1-3 – Nun jauchzt dem Herren

 

Antwortpsalm

GL 56, 1+2

 

Halleluja

GL 175,2 – Vers laut Lektionar

 

Zur Gabenbereitung

GL 183 – Dir Vater Lobpreis werde

 

Sanctus

GL 194

 

Agnus Dei

GL 139

 

Zum Dank

GL 396,1-3 – Lobt froh den Herrn

 

Nach dem Segen

GL 536,1+2 – Gegrüßest seist du, Königin

 

 

 

Miriam Nikoleiski, Augsburg

 

 

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Wort-Gottes-Feier

 

Intention: Familien

 

Leitwort

Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf. (Mt 18,5)

 

Lied

GL 387,1+4+5 –Gott ist gegenwärtig

 

Liturgische Eröffnung

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 

Einführung

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,

Huhn oder Ei: was war denn nun zuerst da?

Hinter dieser bekannten Redewendung verbirgt sich eine zutiefst menschliche und religiöse Frage. Auch die Bibel versucht darauf in den Schöpfungsberichten Antwort zu geben, indem sie Gottes Geist als den Ersten benennt, der war und über dem Wasser schwebte.

Weder Huhn noch Ei: Gott ist derjenige, der von Anfang an war. Mehr noch: Er wird uns auch bis zum Ende begleiten.

Konkret wird diese Gegenwart, dieses umgebende Göttliche für uns Menschen u.a. in der Familie – natürlich zuerst in der leiblichen Familie: Vater und Mutter, Brüder und Schwestern. Aber auch die geistliche Familie der Kirche will uns Geborgenheit schenken, sie will uns helfen, unsere Persönlichkeit zu entdecken, will Schutzraum und Wegbegleiterin sein in allen Lebenslagen.

In der Kirche kann dieses hohe Ideal auch ganz konkret werden. Beispielhaft mag uns da der Tagesheilige dienen: Giovanni Melchiore Bosco, bei uns bekannt als der heilige Johannes Bosco.

Rufen wir zu Beginn unseres Gottesdienstes Gottes Gegenwart in uns wach und stellen wir uns hinein in die große heilige Familie, die Christus, unser aller Bruder, in seinem Leben und Sterben begründet hat.

 

Christusrufe

nach der Melodie von GL 224 – Maria durch ein Dornwald ging

(optional nur 3 der folgenden Verse zur Auswahl)

 

1.

V: Der du das Wort der Liebe bist, A: Kyrie eleison.

Der du das Wort der Liebe bist, wir rufen dich, Herr Jesu Christ. A: Kyrie eleison.

 

2.

Der du das Brot des Lebens bist, ...

 

3.

Der du das Licht der Menschen bist, ...

 

4.

Der du der wahre Weinstock bist, ...

5.

Der du der gute Hirte bist, ...

 

6.

Der du der Freund der Kinder bist, ...

 

7.

 Der du der Schutz der Armen bist, ...

 

8.

Der du das Heil der Kranken bist, ...

 

9.

 Der du der Menschen Hoffnung bist, ...

 

10.

Der du das Bild des Vaters bist, ....

 

 

Tagesgebet (MB 618)

Gott, du Quell der Freude,

du hast den heiligen Johannes Bosco berufen,

der Jugend ein Vater und Lehrer zu sein.

Gib auch uns die Liebe, die ihn erfüllt hat,

damit wir fähig werden,

Menschen für dich zu gewinnen

und dir allein zu dienen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Lesung

Phil 4,4–9

 

Antwortgesang

„Euer Herz erschrecke nicht“ von Heiko Bräuning (Notendownload unter www.scm-shop.de)

alternativ: GL 423 – Wer unterm Schutz des Höchsten steht

Impuls

Johannes Bosco wurde 1815 im italienischen Piemont geboren. Im Alter von zwei Jahren wurde er durch den Tod des Vaters zur Halbwaise.

Bereits als Neunjähriger soll er einen Traum gehabt haben, aufgrund dessen er fortan Priester werden wollte. Die alleinerziehende Mutter konnte jedoch kein Geld für eine entsprechende Ausbildung aufbringen. So ging der kleine Giovanni mit zwölf Jahren bei einem Schneider in die Lehre und arbeitete als Stallbursche, um seine Schulbildung finanzieren zu können. Sein älterer Halbbruder Antonio versuchte mit allen Mitteln, diesen Unterricht zu verhindern, um den jüngeren Bruder weiterhin zu Hause zu halten und auf dem Feld arbeiten zu lassen.

Nachdem die Mutter Antonio seine Erbschaft ausgezahlt hatte, verließ dieser jedoch für immer die Familie. Johannes besuchte daraufhin ein Gymnasium und wurde 1841 zum Priester geweiht.

Die Boscos waren also alles andere als eine heile Familie. Ja sogar die sogenannte Heilige Familie musste unheilvolle Erfahrungen machen, erlebte Not, Angst, ja sogar Vertreibung.

Glück und Liebe verwirklichen sich nicht nur dort, wo wir einen Idealzustand erreichen. Es gehört sogar wesenhaft zu einem Ideal dazu, dass wir es „nur“ anstreben können und niemals voll erreichen werden. Daher ist es auch nicht Aufgabe der Kirche, in erster Linie Versäumtes anzuprangern, wenn der Idealzustand nicht erreicht wird. Vielmehr kommt es darauf an, Hilfen zu geben, um die Familie als Ort des Lebens zu fördern – ob unverheiratet, geschieden oder verwitwet, ob Patchwork oder alleinerziehend, ob zweifelnd, zerstritten oder enttäuscht. Denn die Familie bleibt die Keimzelle des Lebens und bildet das Fundament, auf dem der Einzelne wachsen kann – in allem Gelingen, aber auch bei allen Grenzen und eigenen Schwächen.

Die wichtigste Erfahrung in der Familie ist das Geborgensein, das Wert-geschätzt-werden. Da, wo Familienleben gelingt, wird auf jeden geachtet und in seiner Unterschiedlichkeit eingegangen, erfährt jeder Aufmerksamkeit und Förderung. Und selbst wenn wir hinter diesen Idealen zurückbleiben, sind wir doch eingebunden in die große Familie Gottes, dessen Liebe unser Tun und Wirken übersteigt.

Wenn es uns gelingt, dieser Liebe in unseren Familien Raum zu geben, ob erlebt oder ersehnt, dann wird Familie zur Kraftquelle, aus der wir schöpfen können und die uns den Himmel öffnet.

 

Halleluja

GL 174,1

 

Evangelium

Mt 18,1-5

 

Fürbitten

GL 678,4, dritter Abschnitt ab „Der Heilige Geist ist die Leben schaffende und alles verbindende Kraft“ oder GL 636,6

 

Lied

GL 414 – Herr, unser Herr, wie bist du zugegen

 

Segensbitte

Treuer Gott,

schenke uns Lebensfreude und Gemeinschaft. Lass deine liebevolle Hand immer auf uns ruhen und umgib uns mit deinem Segen.

Im Namen des Vaters durch den Sohn im Heiligen Geist.

 

Lied

GL 94 – Bleib bei uns, Herr

 

 

 

P. Felix Meckl OSA, München