Menschen in der Berufungspastoral

Alle Diözesanstellen

Ulrich Laux
Pfarrer
Trier
(0) 651 96 6 3712
Ulrich
Laux
Kontakt einblenden
Matthias Fritz
Pfarrer
Aachen
Matthias
Fritz
Kontakt einblenden
Martin Limberg
Pfarrer
Münster
Martin
Limberg
Kontakt einblenden
Pater Felix Meckl OSA
Fachreferent
München
+49 (0) 89 21 37 12 16
Pater Felix
Meckl OSA
Kontakt einblenden
Markus Lerchl
Pfarrer, Subregens
Mainz
Markus
Lerchl
Kontakt einblenden
Yvonne Faatz
Gemeindereferentin
Würzburg
Yvonne
Faatz
Kontakt einblenden

sprich nur ein Wort


Material &
Jahresthema 2017


Werkheft 2017

Der Weltgebetstag um geistliche Berufungen wird jedes Jahr am 4. Ostersonntag begangen, dieses Jahr also am 7. Mai.

Zu diesem Anlass lautet das Motto in Deutschland: „sprich nur ein Wort".

Das Zentrum für Berufungspastoral stellt zum Leitwort unterschiedliche Materialien und liturgische Hilfen zur Verfügung.

 

Das Werkheft 2017 erscheint Mitte Februar 2017 und wird dann auch in der gewohnten Form online einsehbar zu sein.

PAPSTBOTSCHAFT 2018

"Den Ruf des Herrn hören, erkennen und leben"

 

Liebe Brüder und Schwestern,

im nächsten Oktober wird die XV. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode stattfinden, die sich den Jugendlichen widmet und sich insbesondere mit dem Verhältnis beschäftigt, in dem Jugendliche, Glaube und Berufung zueinander stehen. Wir werden dabei tiefer verstehen lernen, wie sehr die göttliche Berufung zur Freude im Zentrum unseres Lebens steht und wie dies »der Plan Gottes für die Männer und Frauen jedes Zeitalters« ist (Bischofssynode, XV. Ordentliche Generalversammlung, Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsentscheidung, Einleitung).

Es ist eine gute Botschaft, die uns mit Nachdruck vom 55. Weltgebetstag um geistliche Berufungen wieder verkündet wird: Wir sind nicht dem Zufall überlassen und auch nicht getrieben von einer Folge ungeordneter Ereignisse, sondern im Gegenteil, unser Leben und unser Sein in der Welt entstammen einer göttlichen Berufung!

Auch in unseren bewegten Zeiten erinnert uns das Geheimnis der Menschwerdung Gottes daran, dass er uns immer entgegenkommt und dass er der Gott-mit-uns ist, der auf den oft staubigen Straßen unseres Lebens wandelt und auf unsere verzehrende Sehnsucht nach Liebe und Glück eingeht, indem er uns zur Freude beruft. Bei aller Unterschiedlichkeit und Einzigartigkeit jeder persönlichen oder kirchlichen Berufung geht es darum, dieses Wort, das uns von oben ruft, zu hören, zu erkennen und zu leben. Zugleich erlaubt es uns, unsere Talente zu entfalten. Es macht uns auch zu Heilswerkzeugen in der Welt und weist uns so den Weg zur Fülle des Glücks.

Diese drei Aspekte – das Hören, das Erkennen und das Leben – bilden auch den Rahmen für den Beginn der Sendung Jesu, als er, nach den Tagen des Gebets und der Kampfes in der Wüste, die Synagoge von Nazareth besucht und dort das Wort hört, den Inhalt der ihm vom Vater übertragenen Sendung erkennt und ankündigt, gekommen zu sein, um es „heute“ zu verwirklichen (vgl. Lk 4,16-21).

 

Hören

Der Ruf des Herrn, das sei vorweg gesagt, ist nicht so offensichtlich wie die vielen Dinge unserer täglichen Erfahrung, die wir hören, sehen oder berühren können. Gott kommt auf leise und diskrete Art, ohne sich unserer Freiheit aufzuzwingen. So kann es passieren, dass seine Stimme zwischen den vielen Sorgen und Beanspruchungen untergeht, die unseren Geist und unser Herz in Beschlag nehmen.

 

Es ist deshalb nötig, sich auf ein tiefes Hören seines Wortes einzustellen und in das eigene Leben „hineinzuhorchen“, d. h auch den kleinen Dingen des Alltags Aufmerksamkeit zu schenken, Ereignisse im Licht des Glaubens deuten zu lernen und sich offenzuhalten für die Überraschungen des Heiligen Geistes.

Wir werden die besondere und persönliche Berufung, die Gott uns zugedacht hat, nicht entdecken können, wenn wir in uns selbst eingeschlossen bleiben, in unseren Gewohnheiten und in der Teilnahmslosigkeit dessen, der sein Leben in seiner eigenen kleinen Welt verschwendet, weil er die Gelegenheit versäumt, das Große zu denken und Protagonist jener einzigartigen und unverwechselbaren Geschichte zu werden, die Gott mit uns schreiben möchte.

Auch Jesus wurde berufen und gesandt. Deswegen hatte er es nötig, sich im Schweigen zu sammeln, deswegen hat er das Wort Gottes in der Synagoge gehört und gelesen und im Licht und in der Kraft des Heiligen Geistes seine ganze Bedeutungsfülle in Bezug auf seine eigene Person und auf die Geschichte des Volkes Israel enthüllt.

Eine solche innere Haltung bereitet heute immer größere Schwierigkeiten, da wir mitten in einer lauten Gesellschaft leben und unser Alltag bestimmt ist von der Hektik einer Fülle von Reizen und Informationen. Dem äußeren Lärm, der zuweilen unsere Städte und Wohnviertel beherrscht, entspricht oft auch eine innere Zerstreuung und Verwirrung, die uns nicht erlaubt, zur Ruhe zu kommen, Geschmack an der Kontemplation zu finden, in Ruhe über die Ereignisse unseres Lebens nachzudenken und im Vertrauen auf die göttliche Vorsehung einen fruchtbaren geistlichen Erkenntnisprozess zu vollziehen.

Aber wie wir wissen, kommt das Reich Gottes leise und unbemerkt (vgl. Lk 17,21); wir werden sein Aufkeimen nur wahrnehmen können, wenn wir es wie der Prophet Elija verstehen, in die Tiefe unseres Geistes einzutreten und es zulassen, dass dieser sich dem kaum wahrnehmbaren Wehen der göttlichen Brise öffnet (vgl. 1Kön 19, 11-13).

Erkennen

Als Jesus in der Synagoge von Nazareth den Textabschnitt des Propheten Jesaja liest, erkennt er den Gehalt seiner Sendung und präsentiert ihn denen, die auf den Messias warteten: »Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn er hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung ...

weiterlesen
"Den Ruf des Herrn hören, erkennen und leben"

 

Liebe Brüder und Schwestern,

im nächsten Oktober wird die XV. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode stattfinden, die sich den Jugendlichen widmet und sich insbesondere mit dem Verhältnis beschäftigt, in dem Jugendliche, Glaube und Berufung zueinander stehen. Wir werden dabei tiefer verstehen lernen, wie sehr die göttliche Berufung zur Freude im Zentrum unseres Lebens steht und wie dies »der Plan Gottes für die Männer und Frauen jedes Zeitalters« ist (Bischofssynode, XV. Ordentliche Generalversammlung, Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsentscheidung, Einleitung).

Es ist eine gute Botschaft, die uns mit Nachdruck vom 55. Weltgebetstag um geistliche Berufungen wieder verkündet wird: Wir sind nicht dem Zufall überlassen und auch nicht getrieben von einer Folge ungeordneter Ereignisse, sondern im Gegenteil, unser Leben und unser Sein in der Welt entstammen einer göttlichen Berufung!

Auch in unseren bewegten Zeiten erinnert uns das Geheimnis der Menschwerdung Gottes daran, dass er uns immer entgegenkommt und dass er der Gott-mit-uns ist, der auf den oft staubigen Straßen unseres Lebens wandelt und auf unsere verzehrende Sehnsucht nach Liebe und Glück eingeht, indem er uns zur Freude beruft. Bei aller Unterschiedlichkeit und Einzigartigkeit jeder persönlichen oder kirchlichen Berufung geht es darum, dieses Wort, das uns von oben ruft, zu hören, zu erkennen und zu leben. Zugleich erlaubt es uns, unsere Talente zu entfalten. Es macht uns auch zu Heilswerkzeugen in der Welt und weist uns so den Weg zur Fülle des Glücks.

Diese drei Aspekte – das Hören, das Erkennen und das Leben – bilden auch den Rahmen für den Beginn der Sendung Jesu, als er, nach den Tagen des Gebets und der Kampfes in der Wüste, die Synagoge von Nazareth besucht und dort das Wort hört, den Inhalt der ihm vom Vater übertragenen Sendung erkennt und ankündigt, gekommen zu sein, um es „heute“ zu verwirklichen (vgl. Lk 4,16-21).

 

Hören

Der Ruf des Herrn, das sei vorweg gesagt, ist nicht so offensichtlich wie die vielen Dinge unserer täglichen Erfahrung, die wir hören, sehen oder berühren können. Gott kommt auf leise und diskrete Art, ohne sich unserer Freiheit aufzuzwingen. So kann es passieren, dass seine Stimme zwischen den vielen Sorgen und Beanspruchungen untergeht, die unseren Geist und unser Herz in Beschlag nehmen.

 

Es ist deshalb nötig, sich auf ein tiefes Hören seines Wortes einzustellen und in das eigene Leben „hineinzuhorchen“, d. h auch den kleinen Dingen des Alltags Aufmerksamkeit zu schenken, Ereignisse im Licht des Glaubens deuten zu lernen und sich offenzuhalten für die Überraschungen des Heiligen Geistes.

Wir werden die besondere und persönliche Berufung, die Gott uns zugedacht hat, nicht entdecken können, wenn wir in uns selbst eingeschlossen bleiben, in unseren Gewohnheiten und in der Teilnahmslosigkeit dessen, der sein Leben in seiner eigenen kleinen Welt verschwendet, weil er die Gelegenheit versäumt, das Große zu denken und Protagonist jener einzigartigen und unverwechselbaren Geschichte zu werden, die Gott mit uns schreiben möchte.

Auch Jesus wurde berufen und gesandt. Deswegen hatte er es nötig, sich im Schweigen zu sammeln, deswegen hat er das Wort Gottes in der Synagoge gehört und gelesen und im Licht und in der Kraft des Heiligen Geistes seine ganze Bedeutungsfülle in Bezug auf seine eigene Person und auf die Geschichte des Volkes Israel enthüllt.

Eine solche innere Haltung bereitet heute immer größere Schwierigkeiten, da wir mitten in einer lauten Gesellschaft leben und unser Alltag bestimmt ist von der Hektik einer Fülle von Reizen und Informationen. Dem äußeren Lärm, der zuweilen unsere Städte und Wohnviertel beherrscht, entspricht oft auch eine innere Zerstreuung und Verwirrung, die uns nicht erlaubt, zur Ruhe zu kommen, Geschmack an der Kontemplation zu finden, in Ruhe über die Ereignisse unseres Lebens nachzudenken und im Vertrauen auf die göttliche Vorsehung einen fruchtbaren geistlichen Erkenntnisprozess zu vollziehen.

Aber wie wir wissen, kommt das Reich Gottes leise und unbemerkt (vgl. Lk 17,21); wir werden sein Aufkeimen nur wahrnehmen können, wenn wir es wie der Prophet Elija verstehen, in die Tiefe unseres Geistes einzutreten und es zulassen, dass dieser sich dem kaum wahrnehmbaren Wehen der göttlichen Brise öffnet (vgl. 1Kön 19, 11-13).

Erkennen

Als Jesus in der Synagoge von Nazareth den Textabschnitt des Propheten Jesaja liest, erkennt er den Gehalt seiner Sendung und präsentiert ihn denen, die auf den Messias warteten: »Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn er hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung ...

weiterlesen

Neues in der Mediathek

Zur Mediathek

„Gott ist in der Stadt“
„Gott ist in der Stadt“
Gemeinschaften von Jerusalem
INFOS EINBLENDEN
„Gott ist in der Stadt“ Katharina und Br. Christian, monastischen Gemeinschaft von Jerusalem in Köln Mitten in der Stadt leben Frauen und Männer aus dem Gebet und aus der Stille. Sie zeigen, dass Gott da ist – im Lärm und in der Hektik der Stadt genauso wie in der Einsamkeit. Sie arbeiten halbtags und nehmen dann Teil am Großstadtleben. Die andere Hälfte des Tages widmen sie dem Gebet. Die Quelle ihrer Kraft ist die Harmonie und Schönheit der Liturgie, in der sie ihre Beziehung zu Gott leben; und sie laden alle ein, aus dieser Quelle zu schöpfen.

Und führen, wohin du nicht willst
Und führen, wohin du nicht willst
Pfarrer Hans Schnocks
INFOS EINBLENDEN
„Und führen, wohin du nicht willst“ (Joh 21,18) – dieses Bibelwort kommt Pfarrer Hans Schnocks in den Sinn, wenn er auf sein Leben zurückschaut. Denn die Orte, an denen er eingesetzt wurde, hätte er sich zuvor so nie erträumt. Wenn er heute – mit 79 Jahren – junge Menschen begleitet, die sich fragen, wozu sie geeignet sind, dann rät er ihnen mit verschmitztem Lächeln: „Überlassen Sie das doch dem Herrgott, der wird Sie führen und noch Dinge aus Ihnen herausholen, von denen Sie keine Ahnung haben.“

Sinnsuche
Sinnsuche
Religionslehrerin Eva-Maria Oettinger
INFOS EINBLENDEN
"In der Religion ist man immer (...) mit der ganzen Persönlichkeit gefordert." Das ist eine zentrale Erfahrung, die Eva-Maria Oettinger in ihrer Arbeit als Religionslehrerin am Jack-Steinberger-Gymnasium in Bad Kissingen in der Nähe von Würzburg immer wieder neu macht. Und die Themen, mit denen man im Unterricht in Kontakt kommt, sind "immer emotional aufgeladen" - eine herausfordernde Aufgabe, der sie sich mit viel Motivation und Energie widmet. "Ich glaube, dass die Schüler wirklich auf einer Sinnsuche sind und diese Sinnsuche noch viel ernsthafter vielleicht vonstattengeht als es früher war, wo vorgefertigte Antworten auswendig gelernt wurden und wo das vielleicht eher durch Traditionen selbstverständlich war, was gelehrt wurde", sagt sie. Die Schüler auf dieser Sinnsuche zu begleiten, das ist ein besonderer Teil ihrer Arbeit.