Dieses Escape-Room-Spiel wurde in Kooperation mit Ordensleuten vom Fachreferenten für Berufungspastoral der Erzdiözese München und Freising entwickelt.

Kontakt:
P. Felix Meckl OSA 
E-Mail: berufundberufung@eomuc.de
www.erzbistum-muenchen.de/BerufundBerufung


Die Texte für die Rollenkarten können sie hier (rechte spalte) runterladen. - Faltblätter mit der Beschreibung kirchlicher Berufe können beim ZfB bestellt werden oder bei der Diözesanstelle für Berufungspastoral im jeweiligen Bistum.

Escape Room

Den Trend zu Escape-Room-Spielen kann man aufgreifen und ein spannendes Angebot für Jugendliche daraus entwickeln. In der Erzdiözese München ist eine Variante erdacht worden,  in der die Spielteilnehmer in Rollen schlüpfen müssen, die mit sehr eng umrissenen Fähigkeiten verbunden sind. Jeder Spieler muss sich an die mit seiner Rolle verbundenen Regeln halten und darf darüber hinausgehend nichts tun. Nur wenn alle als Team gut zusammenarbeiten, ihre jeweiligen Fähigkeiten einbringen und aufeinander hören, können sie die Aufgabe lösen. Im Anschluss findet ein kurzes Gespräch statt, in dem das Erlebte reflektiert und in Bezug zu kirchlichen Berufen gesetzt wird.
In München wurde dieses Spiel im Rahmen der diözesanweiten Jugendkorbinianswallfahrt mit einem Baucontainer als Escape-Room angeboten. Die Spielregeln können aber genauso gut auf andere (räumliche) Bedingungen angepasst werden. Entsprechend verändert eignet sich das Spiel auch für die Gestaltung einer Gruppenstunde.


Ziel des Spiels:


Die acht Spieler werden in einen Raum eingeschlossen. Um sich zu befreien, müssen sie in weniger als 15 Minuten eine Aufgabe lösen. Dazu bekommt jede Spielerin eine Rolle, durch die genau festgelegt ist, was er kann bzw. nicht kann. Nur wenn alle Spieler zum richtigen Zeitpunkt ihre Fähigkeiten einbringen, können sie gemeinsam die Aufgabe erfüllen.


Teilnehmerzahl pro Spiel:

8 Personen


Was wird benötigt:

  • Ein ‚abschließbarer‘ Raum, in dem sich auch eine Person befindet, die die Spielleitung übernimmt. Diese sollte die Teilnehmer gut sehen können, selbst aber nicht gesehen werden.
  • Eine Person, die zum Spiel hinführt und die Gruppe anschließend in
  • Empfang nimmt und das Abschlussgespräch führt.
  • 8 Faltblätter mit kirchlichen Berufen
  • 8 Boxen mit Fotos, die jeweils zu einem der Berufe passen
  • 6 Boxen mit Fotos von Personen aus dem jeweiligen kirchlichen
  • Umfeld
  • Karten mit den Rollenbeschreibungen (siehe S. 53)
  • 1 Schere, 1 Schale, 1 Gummibärchentüte



Zuteilung der Rollen vor dem Escape-Room:

Jeder Teilnehmer zieht im Losverfahren ein Faltblatt, in dem ein kirchlicher Beruf dargestellt ist. Die Teilnehmerinnen können sich gegenseitig den kirchlichen Beruf vorstellen, den sie gezogen haben.
8 Boxen stehen bereit, auf denen Bilder zu sehen sind, die mit jeweils einem der kirchlichen Berufe in Bezug stehen. In jeder Box ist eine Karte mit der Beschreibung der Rolle, also der speziellen Fähigkeiten, enthalten, die der Teilnehmer ins Spiel einbringen soll (siehe PDF). 

– Die Gruppe bekommt die Anweisung:

„Seht Euch die Boxen an. Auf der Box findet Ihr jeweils ein Bild zu den Berufen, die Ihr per Los gezogen habt. Sucht Euch die Box mit dem Bild, das zu Eurem Beruf passt.

– Wenn alle ihre Box gefunden haben, erfolgt die nächste Anweisung:

„Öffnet jetzt die Box, die Eurem kirchlichen Dienst zugeordnet ist, und lest Euch gut durch, welche Rolle Ihr im Spiel spielt. Haltet Euch genau an die vorgegebenen Regeln und lasst die anderen Mitspieler nicht Eure Karte lesen. Geht nun in den Escape-Room und verteilt Euch dort im Raum. Die Rollenkarte dürft Ihr mitnehmen.“



Gestaltung Escape-Room:

Die Spielleitung sollte im Escape-Room nicht zu sehen sein. Sie kann sich z.B. hinter einer Fototapete oder Stoffwand verbergen.

Im Raum befindet sich ein Tisch und ein Regal mit 6 Schachteln mit verschiedenen Bildern darauf. Das können diverse Bilder von Personen sein, aber drei davon sollen den Personen entsprechen, die in den Rollenbeschreibungen Nr. 1, Nr. 2 und Nr. 7 genannt sind. Hier sind das beispielsweise Kardinal Marx, der Jugendpfarrer und Papst Franziskus.  In den Schachteln mit den Bildern von diesen Personen befinden sich Schere, Schüssel und Gummibärchen. Also:  In der Schachtel mit dem Bild von Kardinal Marx sind die Gummibärchen, in jener mit dem Bild vom Jugendpfarrer ist die Schere und in derjenigen mit dem Bild vom Papst ist die Schüssel.


Spielablauf im Escape-Room:
 
– Die Tür wird geschlossen und die Spielleitung verkündet die Aufgabe:

„Stellt die Schüssel auf den Tisch, öffnet die Gummibärchentüte mit der Schere und füllt die Gummibärchen in die Schüssel. Haltet Euch genau an Eure Rollenbeschreibung. Ihr habt 15 Minuten Zeit.“


Die Spielteilnehmerinnen müssen nun genau das tun, was ihnen ihre Rolle vorgibt. Eine Person hat die Rolle Nr. 3: „Du darfst dich keinen Zentimeter bewegen und nichts anfassen. Dafür darfst du so viel reden, wie du willst.“ Dieser Spieler muss damit anfangen, Fragen zu stellen, wie z.B. „Wo ist die Schere?“. Entsprechend ihren Rollen müssen die anderen Antwort geben oder handeln.
Die Spielleitung beobachtet das Geschehen und sorgt für die Einhaltung der Regeln. Falls die Gruppe Schwierigkeiten hat, kann die Spielleitung durch zusätzliche Anweisungen helfen. Wenn die Aufgabe erfolgreich gelöst wurde, werden die Gummibärchen nicht von der Gruppe selbst gegessen, sondern der nachfolgenden überlassen.


Abschluss/Reflexion:

Entscheidend dafür, dass die Aktion nicht nur ein schönes Spiel ist, sondern auch inhaltlich einen Akzent setzt, ist die Reflexion des Erlebten. Wenn die Gruppe die Aufgabe gelöst hat und den Escape-Room verlässt, wird sie von einem Begleiter oder einer Begleiterin in Empfang genommen und zu den Erfahrungen befragt:

Wie fühlt sich das an, wenn ich eine Führungsaufgabe übernehme? Wie ist es, nur handeln zu dürfen? In welcher Rolle fühle ich mich wohl? Was haben diese Rollen mit der Kirche zu tun oder mit kirchlichen Berufen? Gibt es unterschiedliche Aufgaben für bestimmte Berufe in der Kirche? Welche Fähigkeiten braucht es dafür? Welche Fähigkeiten habe ich?
Die Weitergabe der Gummibärchen an die nächste Gruppe wird damit erklärt, dass man eine Berufung nicht vorrangig für sich selbst, sondern für andere hat. 
Bei der Aktion in München wurde die Gruppe zu einem Info-Stand mit Berufsinformationen begleitet. Dort bekamen sie fürs Mitmachen ein kleines Geschenk.